Das aktuelle Stück

Vom 22.-25. Januar 2020 führen wir Das große Massakerspiel von Eugène Ionesco auf.

„Im vollendetsten Moment ihrer Geschichte“ wird eine ansonsten völlig uncharakteristische Stadt von einer tödlichen Krankheit heimgesucht. Scheinbar wahllos werden die Bewohner einer nach dem anderen infiziert und nach nur sehr kurzem Krankheitsverlauf dahingerafft, obwohl sie Momente zuvor noch bei bester Gesundheit waren. Chaos bricht aus. Mit allen medizinischen, politischen und gesellschaftlichen Mitteln versucht man, die Krankheit einzudämmen. Doch scheinbar ohne Erfolg: Alt und jung, arm und reich, alle erreicht früher oder später dasselbe Ende.

Indem er den Tod als „Bedrohung par excellence“ in den Mittelpunkt stellt, treibt Ionesco seine Stadtbewohner zu extremen Maßnahmen, zwingt sie aber auch, ihre Perspektiven und Prioritäten zu hinterfragen. Denn vor dem Tod sind alle gleich und die Mühlen des Todes mahlen im Rhythmus des großen Massakerspiels: gnadenlos, unerbittlich und unterschiedslos.

Wir werden sehen, wer dem Tod ein Lachen entgegensetzt. Denn wie der Autor selbst sagt: „Manche Buddhisten lachen, wenn sie eine Leiche sehen. Der Tod kann komisch sein. Dies Stück ist also auch und vor allem geschrieben, um zu zeigen, dass unsere Daseinsbedingungen ein Hohn sind. Der Humor verhilft zur Abgeklärtheit, er kann uns von der Todesangst heilen.“